Die Kreiselpumpe

Allgemeines

Normalsaugende und selbstansaugende Kreiselpumpen (Seitenkanalpumpen) sind der Programmschwerpunkt, den die Firma HILGE fertigt und liefert.

Die Pumpen im allgemeinen sind Vorrichtungen zum Fördern von Flüssigkeiten mit unterschiedlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Ihre Anwendung beruht darauf, dass sich Flüssigkeiten in Rohrleitungen am wirtschaftlichsten fortbewegen lassen. Hierzu wird in die betreffende Rohrleitung am Ausgangspunkt eine fest installierte Pumpe eingeschaltet, welche auf die Flüssigkeit die zu ihrer Fortbewegung nötigen Kräfte ausübt und zwar, indem sie auf der einen Seite saugend und auf der anderen Seite drückend wirkt. Dadurch wird eine Drucksteigerung auf der Austrittseite der Pumpe (dem Druckstutzen) und eine Drucksenkung auf der Eintrittseite der Pumpe (Saugstutzen) verursacht.

Bei der Kreiselpumpe wird die verlangte Pressungsenergie durch ein umlaufendes, mit Schaufeln besetztes Rad erzeugt. Infolge der Einwirkung der Schaufeln auf das Fördermedium wird sowohl eine Steigerung des Druckes als auch der Geschwindigkeit hervorgerufen. Um die Geschwindigkeitszunahme für die Drucksteigerung nutzbar zu machen, wird die aus dem Laufrad austretende Flüssigkeit in einen erweiterten Ringraum (Leitkanal) geführt. Mit wachsender Förderhöhe erreicht man für einen definierten Förderstrom schließlich eine Grenze, bei welcher es nicht mehr zweckmäßig ist, ein einziges Rad zu verwenden. Zwar läßt sich für jede Förderhöhe und jede beliebige Drehzahl ein dazugehöriges Laufrad ausrechnen; dies ist aber nur unter Inkaufnahme schlechter Wirkungsgrade und ungünstiger Bauformen möglich. Dahingehend ist es sinnvoll, eine gegebene Förderhöhe dadurch zu bewältigen, daß man mehrere Einzelräder hintereinanderschaltet, also die mehrstufige Kreiselpumpe verwendet.

Kreiselpumpen können aufgrund der Bauart bei der Inbetriebnahme die Saugleitung nicht entlüften, also die Flüssigkeit nicht selbst ansaugen. Man muß entweder die Aufstellung so vornehmen, daß die Flüssigkeit aus einem höher gelegenen Behälter zuläuft oder vor Inbetriebnahme Pumpe und Saugleitung mit Flüssigkeit anfüllen. Hierzu kommt noch eine größere Empfindlichkeit der Kreiselpumpe gegen Luftsäcke und Luftanteile im Fördermedium, die zum Abbruch der Förderung führen können, wenn die Luftanteile die Laufradkanäle verstopfen. Sogenannte selbstansaugende Kreiselpumpen wie Seitenkanalpumpen sind in der Lage, die Saugleitung zu entlüften. Dazu ist es notwendig, daß die Pumpe mindestens zur Hälfte mit Flüssigkeit gefüllt ist. Das sternförmige Laufrad fördert die in der Pumpe befindliche Flüssigkeit in den sogenannten Seitenkanal. Dadurch wird auf der Saugseite der Pumpe ein Unterdruck erzeugt, der in der Lage ist, die Saugleitung zu entlüften. Der Atmosphärendruck, der auf dem Flüssigkeitsspiegel ruht, drückt dann die Flüssigkeit in der Leitung hoch bis zur Pumpe. Seitenkanalpumpen können je nach den physikalischen Gegebenheiten des Mediums (Dampfdruck, Temperatur) bis zu 6m ansaugen.